Von Sydney nach Brisbane

So nun sind Mel und ich in Brisbane, ca 1.000km nördlich von Sydney. Nach dem unsere kostenlose Unterkunft in den Blue Mountains uns 2 Tage vor Anreise dann doch noch abgesagt hatte und uns Sydney auf die Dauer zu langweilig wurde haben wir (Mel, Zwasy und ich) uns entschlossen nach Brisbane zu fahren. 1.000km in 8 Tagen. Nicht weil die Straßen hier so schlecht sind, sonder weil es doch ne Menge dazwischen zu sehen gibt und wir ja im Urlaub sind. :-)

Ja und schön war es, wenn ich mir so unsere Bilder anschaue. Mel und Zwasy haben auch ihre Strand-Stunden zum braun werden bekommen. Ich habe die örtlichen Schattenplätze erkundet.

In der Nelson Bay sind wir am 1 Meile Beach vorbei gekommen. Anders als in Neuseeland wo der 90 Meile Beach nicht ganz 90 Meilen lang ist, ist in Australien der 1 Meile Beach bestimmt 20-30 Meilen lang. Mit einer rissen großen Sanddüne dahinter, gut 60 Meter hoch und aus feinem weißem Sand. Ich war schon ein wenig traurig, dass wir an diesem Ort nicht unseren Landrover hatten, sondern nur unseren kleinen weißen Mietwagen. Man sah doch einige 4WDs in der Düne die sichtlich Spaß hatten.

Von Nelson Bay ging es am nächsten Tag weiter nach Port Macquiere. In Port Macquiere gibt es das erste Koala Hospitel der Welt. Diese kleinen knudelligen Dinger stehen unter Naturschutz und sind vom Aussterben bedroht. Und wie so oft ist die größte Gefahr der Mensch oder in den meisten Fällen das Auto / der Truck und so kommen hier alle angefahrenen Koalas hin und werden wieder aufgepäppelt und wieder ausgewildert.

Koalas sind echt süße Dinger, ganz weiches Fell und irgendwie schauen sie unecht aus. Richtig viel Action machen sie auch nicht, 20 Stunden schlafen, 4 Stunden essen am Tag.

Melanie hätte am liebsten eins mitgenommen…

Aber damit nicht genug Wildlife. Nach dem Hospital sind wir dann noch zu einem nahe gelegenen Wildlifepark gefahren. So, wer kann von sich behaupten, dass ihm Kängeruh aus der Hand gefressen haben? Wir können!

Zwei Tage später geht es weiter nach Byron Bay. Byron Bay ist eine junge Surfer Stadt. Alle sind entspannt, relaxet es ist warm (Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 32 Grad) und gehen Wellenreiten. Als Melanie erfuhr, dass man auch hier Delphine sehen kann war natürlich kein halten mehr. Der beste Weg ganz Nah an Delphine zu kommen sei mit einem Kajak. Also für den nächsten Tag morgens eine Kajak Tour gebucht. 9 Uhr morgens stehen wir mit 16 Anderen am Strand und sind uns nicht ganz sicher ob wir bei den Wellen und der Brandung wirklich Kajak fahren wollen. Vorallem weil irgend wie noch keiner so richtig Kajak gefahren ist in seinem Leben. Doch unsere beiden Tourführer waren frohen Mutes und so ging es rein ins Kajak und rauf aufs Meer.

Ja ganz so leicht war es dann doch nicht. Nachdem das erste Team mit Hilfe eines Guides vom Strand über die ersten Brecher aufs etwas „ruhigere“ Meer gekommen ist sollten Mel und Ich es alleine versuchen. Wie muss man sich das jetzt vorstellen. Also diese See Kajaks sehen aus wie lange Surfbretter mit einer Andeutung von Sitzfläche drauf. Also ihr hört schon, nicht grade das was man sich als Landratte aussuchen würde um durch die Wellen zu brechen. Aber was soll’s bezahlt war es, Mel kann gut schwimmen, ich setzt meine ganze Hoffnung in meine Schwimmweste und los ging. Wir sitzen im/auf dem Kajak und unser Guide wartet einen guten Moment zwischen den Wellen ab um uns loszuschicken. Und dann ging es los. Wir paddelten so gut es ging, um über die Wellen zu kommen bevor sie brechen. Das hat bei den ersten beiden Wellen auch ganz gut geklappt, die dritte sollte uns aber zum Verhängnis werden. Diese entschied sich anders als die anderen nicht hinter uns sondern vor uns zu brechen. Irgendwie ein sehr komisches Gefühl wenn man eine gut 1 Meter hohe Welle genau vor einem bricht und im nächsten Moment man weder im Kanu sitzt noch so genau weiß wann der Schleudergang aufhört. Aber keine Zeit zum Nachdenken, die nächste Welle kommt bestimmt und bis dahin mussten wir das Kanu umdrehen und wieder im Boot sitzen. Garnicht so einfach, ohne festen Boden unter den Füssen, dafür aber mit Salzwasser in den Augen.

Lange Rede, kurze Sekunden wir haben es geschafft und waren dann nach gut 20 Minuten mit allen Booten draußen auf dem Meer. Gute 800 Meter vom Strand entfernt. Ja und da sind wir dann auch rumgepaddelt, mal hier hin, mal da hin, immer dem Guide nach. Wer jetzt denkt das draußen auf dem Meer die Wellen nicht mehr so hoch sind täuscht. Der einzige Unterschied und Vorteil ist, dass sie nicht mehr brechen. Dennoch sind die Wellen hier gut 3 Meter hoch, ein sehr komisches Gefühl. Nach 1 1/2 Stunden haben wir dann auch endlich Delphine gefunden, diese sind auch ganz nah am Kanu vorbei geschwommen, schaut schon nett aus…

Am Mittag haben Zwasy und ich dann noch eine Schnorchel Tour gemacht. Mit dem Schnellboot ging es raus aufs Meer zu einem Riff in dem es große Schildkröten und Haie gibt. Wir haben nach einigem Suchen auch eine Schildkröte gefunden und konnten sie sogar „streicheln“. Zwei Haie sind auch unter uns her geschwommen. Schauen geil aus und ist ein prickelndes Gefühl. Gut 2-3 Meter lang und ca 4 Meter unter uns geschwommen. Liebe Eltern jetzt keine Angst bekommen, es handelt sich hier um eine sehr friedliche Sorte.

So jetzt hab ich schon so viel geschrieben das Ende wird kurz. Melanie und ich sind zur Zeit in Brisbane und genießen ein Doppelzimmer mit Klimaanlage. Draußen sind es geschätzte 35 Grad im Schatten und wir versuchen unsere Touren auf den Abend zu verlegen.

Zwasy haben wir in Noosa (nördlich von Brisbane) rausgeschmissen. Der Gute macht von da Australien unsicher.

Wir zwei fliegen am Mittwoch Mittag von Brisbane nach Sydney und am Mittwoch Abend dann über Dubai und Hamburg nach Berlin zurück. Am 8 März sollten wir, wenn alles klappt wie wir uns das vorgestellt haben wieder in Berlin sein.

Alle Bilder gibt’s wie immer in der Gallery

Liebe Grüße,

Christian

2 Reaktionen zu “Von Sydney nach Brisbane”

  1. Sarah

    Find ich ja nett von euch pünktlich zu meinem Umzug wiederzukommen. Habe extra schon deinen Namen auf einen extra-schweren Karton geschrieben - damit du nach ein Paar Monaten Urlaub endlich mal wieder ans arbeiten kommst ;-)

    Guten Flug!

    Sarah

  2. Ulrike + Michael

    Hallo Ihr da unten im Aussi-Land,

    natürlich bekommen wir einen Schreck, wenn wir erfahren, dass die Kinder mit Haien planschen! Na ja, insgesamt hören sich eure Reiseerlebnisse aber so an, dass wir mal wieder gerne mit dabei sein würden. Wir werden eure Fotos und Berichte vermissen!!!
    Aber vielleicht setzt ihr ja eure Abenteuertour in Berlin weiter fort?!
    Ganz liebe Sonntagsgrüße!

    Mama und Papa

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