Tongariro Crossing…

Auf zum letzten kleinen Trip in Neuseeland. Unser Ziel war der Tongariro Nationalpark ungefähr 300 km südlich von Auckland. Am Sonntag früh gegen 9.00 Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht und sind erst einmal in unserer Backpacker nach Owhango gefahren.

Dor angekommen haben wir erfahren, dass an diesem Tag wahrscheinlich noch ein weiterer Gast erwartet wird und sonst keiner. Am gleichen Nachmittag haben wir uns noch im Whakapapa Village Visitor Center über die Wetterlage des folgenden Tages informiert und beschlossen den Tongariro Crossing Track zu wagen. Dieser ‚Wanderweg’ ist 17 Kilometer lang und gehört zu den schönsten ein Tages Wanderungen Neuseelands. Dabei besteigt man ein Berg im Nationalpark (1900 Meter hoch) und kann sich eine Vulkan Krater Seen von ganz nah ansehen. Es wird jedoch immer ausdrücklich vor dem Schwierigkeitsgrad gewarnt und um korrekte Ausrüstung gebeten.

Nach dem Besuch der Touristeninformation dann noch schnell in den Supermarkt und für unser geplantes abendliches BBQ und den folgenden Tag (Marschverpflegung) eingekauft.

Das Backpacker hatten wir wirklich für uns alleine, der erwartete Gast kam nicht mehr. Das ist uns vorher auch noch nie passiert. Aber irgendwie schon schön, große Terrasse, Garten, Wohnzimmer, Küche…. Keiner der stört. Also nettes ruhiges BBQ und einen ruhigen Abend irgendwo in einem sehr sehr kleinen Dorf in Neuseeland.

Montag früh um 5.45 Uhr klingelte dann der Wecker, um 6.30 Uhr haben wir das Backpacker verlassen und sind zum Treffpunkt für den Tongariro Crossing Transport gefahren. Dieser fuhr um 7.00 Uhr ab und brachte uns zum Ausgangs punkt des Weges. Dort war echt ne Menge los, diese ganzen Busse und Menschen und alle wollten es wagen. Los ging es mit einem etwa halbstündigen Weg sehr eben und gut ausgebaut bis zum Fuß des Berges.

Und danach ging es auch schon los, rauf auf den Berg, 800 Meter Höhenunterschied überwinden.

Dieser Weg war alles andere als gut ausgebaut über Lavagesteinsbrocken ging es ziemlich steil nach oben. Nach circa 90 Minuten eine kleine Verschnaufpause. Wir mussten einen Krater durchqueren. Dieser Weg war wieder schön eben. Aber der nächste Anstieg lies nicht lange auf sich warten, führte jedoch schon zum höchsten Punkt der Wanderung. Es war echt nicht leicht, dieser Weg da rauf, leider hatten wir auch wieder etwas Pech mit dem Wetter, die ganze Zeit bewölkt und in den Höhen läuft man schon in den Wolken. Oben angekommen wurde es dann schon ganz schön kalt und windig.

Glücklicher weise klarte es für einige Minuten auf und wir konnten die Kraterseen erkennen und Fotografieren, selbst bei diesem Wetter leuchten sie in einem Blau Grün, echt schön. Da es dort oben ziemlich feucht, kalt und windig war, haben wir nicht lange Pause gemacht und uns auf den Weg gemacht, den Berg wieder runter. Das erste Stück ging sehr steil nach unten und man musste aufpassen das Gleichgewicht zu halten, nicht auszurutschen, danach wurde es besser, die Wege waren zum Teil ausgebaut zum Teil gut ausgebaut. Angeblich soll man einen super Ausblick auf den Lake Taupo und die umliegenden Berge haben wenn man den Abstieg bewältigt. Bei den 20 Metern sichtweite waren diese für uns jedoch nicht zu erkennen. Die letzten zwei Stunden der Wanderung waren echt anstrengend, das Wetter schlecht, die Lust lies nach, den Ausblick konnten man nicht genießen, die Füße wurden schwer und der Weg wollte einfach nicht enden.

Nach ziemlich genau sieben Stunden haben wir dann das Ziel erreicht und sind mit dem Bus um 15.00 Uhr wieder zurück zum Ausgangspunkt gebracht worden.

Alles in allem eine sehr schöne Wanderung, das Wetter hätte besser sein können, zu viel Sonne ist auch schlecht, die Sonnenbrandgefahr in 1900 Meter Höhe ist doch schon extrem, aber eine bessere Sicht hätten wir uns gewünscht Beeindruckend waren die vielen Rentner, welche die Tour gemacht haben. Echt super und meine Hochachtung, den ich fand den weg teilweise schon beschwerlich und anstrengend.

Viel gemacht haben wir an diesem Tag nicht mehr, essen, rum liegen und schlafen, zu mehr waren wir nicht in der Lage und der Muskelkater ist nicht zu verachten.

Am Dienstag dann der Rückweg nach Auckland und ein kurzer Stop im Agrodome in Rotorua. Christians Wunsch war es einmal Bodyflying auszuprobieren. Schwer zu beschreiben. Hoffe ich schreib das nicht falsch, aber man bekommt so einen extra Anzug an, wo ein großes Loch unter den Armen drin ist und legt sich auf ein großes Trampolin mit Loch, abgedeckt mit einem Netz, in der Mitte unter dem Loch gibt es Turbinen, die Erzeugen dann ganz viel Luft und man fliegt mit dieser Luft nach oben.

Schon etwas höher


Das sieht so witzig aus, aber auf keinen Fall entspannt und schon gar nicht als würde es den Leuten Spaß machen. Die Haut vor allem im Gesicht wird so nach oben gezogen und die Menschen grinsen die ganze Zeit, und es scheint vor allem echt nicht einfach zu sein, das Gleichgewicht zu halten. Habe Christian dabei fotografiert und gefilmt. Ich denke das Video kommt später noch, die Fotos von dem Wochenende solltet ihr euch aber unbedingt ansehen. Galarie

Wir haben nun noch ganze zwei Tage hier in Auckland. Sind also allmählich in den Abreisevorbereitungen. Am Freitag gegen 17 Uhr verlassen wir Neuseeland und landen 3 Stunden später in Sydney. Vorher haben wir am Donnerstag noch ein kleines Farwell Bowling mit Freunden und Kollegen!

Also bis bald bestimmt aus Sydney….

Mel & Chris

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