Ninty Mile Beach und ganz weit Norden….

Da die Strecke, die wir uns vorgenommen hatten, diesmal doch etwas weiter war, sind wir schon am Freitagnachmittag losgefahren. Von Auckland nach Dragaville, um unser Wochenendlager zu beziehen. Eigentlich hatten wir nach zwei unterschiedlichen Backpackern ausschaugehalten und diesmal sogar versucht vor dem Wochenende zu buchen. Die beiden Backpacker die wir für unsere erste Nacht in Betracht gezogen haben, wollten uns aber leider nicht antworten und auch lieber nicht ans Telefon gehen, also beschlossen wir beide Nächte in Dragaville / Kaihu zu bleiben. War im Nachhinein auch gar keine so schlechte Entscheidung.

Freitagabend sind wir also in der Kaihufarm angekommen und wurden sehr herzlich empfangen. Die Kaihufarm liegt in einem Tal in der Nähe des Kauri Forest. Zur Farm gehört ein Hunde, Buster, der super gerne durch den Wald rennt.

Melanie und Busta unser Führer bei den Glühwürmchen
Christian und Busta

Mit Buster als Guide kann man abends eine kleine Nachtwanderung machen. Er führt einen direkt zu einer kleinen Brücke im Wald wo es ganz viele Glühwürmchen zu bestaunen gibt. Das war wirklich Klasse, stockfinster und ohne unseren Hund wären wir verloren gewesen. Aber Buster weiß ganz genau wo er lang muss und blieb auch stehen und wartete auf uns, wenn wir irgendwo ein bisschen länger gebraucht haben als er. Um Ende der kleinen Tour, das Backpacker haben wir in der Entfernung schon wieder gesehen, musste Buster dann aber doch ins Gebüsch und Vögel oder Hasen jagen oder so. Dabei machte er merkwürdige Geräusche, so das wir erst dachten, er hätte sich irgendwie verletzt oder verhangen, aber nein, der kleine wollte nur ne Runde spielen. Wieder angekommen sind wir dann, nach einem langen Tag auch ins Bett gefallen.

Samstag früh haben wir uns dann auf den Weg zur nördlichsten begehbaren Stelle Neuseelands gemacht – Cape Reinga. Für die ersten 60 Kilometer hatten wir noch ein in Schottland lebende, mit einem Kiwi verheiratete dänische Travelerin mit, die wir von unserem zum nächsten Backpacker mitgenommen haben.

Der Weg zur Nordspitze ist eigentlich gar nicht so weit, aber in Neuseeland dauert das alles ein bisschen länger, da hier leider kein gut ausgebautes Autobahnnetz vorliegt und auch die Strassen im allgemeinen auch mehr Kurven haben als bei uns. Gegen Mittag war wir dann am Ninty Mile Beach angekommen. Der Beach ist zwar nur 64 Meilen lang, aber stört ja keinen, ist trotzdem ganz schön weit. Den Beach darf man mit dem Auto befahren, jedoch ist es Mietwagen nicht erlaubt und normalen Autos wird es nicht empfohlen, aber unser kleiner Landrover war natürlich genau richtig dafür. Wie überall hier gibt es eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 100km/h.

100km/h sind wir nie gefahren, bis 90 haben wir uns aber getraut


Außerdem muss man aufpassen wann Ebbe und Flut ist, da das befahren des Strandes während der Flut nicht empfohlen wird. Wir wussten diese Zeiten natürlich nicht… Hm schlecht vorbereitet….sind trotzdem über den Beach gefahren, aber immer mit einem wachsamen Auge auf das Wasser.

Ungefähr in der Mitte des Strandes kommt man zu einer Bucht, an der ziemlich viel geangelt wird. Das war schon komisch, man fährt da kilometerlang am Beach entlang, es begegnet einem einfach keiner und plötzlich stehen da Autos und Angler rum.

Weiter zum Cape Reinga an die nördlichste Spitze Neuseelands. Wunderschöne Ausblicke und sehr einsam alles auf dem Weg dahin. Der Weg vom Beach hinunter auf die normale Strasse war noch einmal ein wenig Abenteuerlich, da der Landrover nach dem er zu viel Wasser geschluckt hatte, komisch Geräusche von sich gab, aber zum Glück hat er sich schnell wieder erholt und auch nicht erkältet.

Pünktlich zur Ankunft am Cape Reinga klarte dann auch das Wetter auf, und wir hatten innerhalb von 1 bis 2 Stunden super Sonnenschein und konnten die super Landschaft rum um das Cape bewundern und genießen. In einer kleinen Bucht haben wir dann noch kurz Pause gemacht und den einsamen Strand genossen, bevor wir uns auf den Rückweg gemacht haben.

Auch hier haben wir dann noch mal den Beach befahren, da inzwischen die Sonne so super schien und wir uns den langen Strand noch mal mit weniger Wolken anschauen wollten.

Dabei war Christian einen Moment unaufmerksam und übersah einen kleinen Sandhügel am Strand oder sah ihn zu spät. Also hat Landi uns bewiesen das er fliegen kann. Auf dem Foto sieht man ganz deutlich, das wir mit allen vier Rändern waren. Wir sind auch wieder aufgekommen und da merkt man dann auch ganz deutlich, dass die Federung im Landrover besser sein könnte. Ja unser Auto musste schon schwer leiden.


Um 22 Uhr sind wir dann wieder heil im Backpacker angekommen und ins Bett gefallen.

Der Sonntag war weniger spektakulär, vormittags haben wir uns die großen Kauri Bäume im Kauri Forest angesehen.


Sind dann, wieder mit der dänischen Travelerin, die wir zufällig dort getroffen haben, weiter gefahren. Wir haben sie wieder in ihrem Backpacker Domizil abgesetzt und haben uns auf den Weg zur Ostküste gemacht. Sind an der Bay of Island vorbeigefahren, die sehr auf den Tourismus ausgelegt ist. Und selbst unser Reiseführer hatte dazu nur zu sagen, dass man dort tolle Bootsfahrten machen kann, wozu wir aber weder Lust noch Zeit hatten. Aber da wir schon mal in der Gegend waren, haben wir zu mindestens die berühmten Hundertwassertoiletten noch besucht und haben uns dann aufgemacht zu unserem letzten Ziel. Dem heimischen Supermarkt . Da noch den Wocheneinkauf erledigt und dann ab ins Flat! ;-)

Dieses Wochenende bleiben wir mal in Auckland. Sonntag ist ein Gruppenausflug zum Tree Adventure Park geplant, mit Kollegen von mir und Christian und unseren anderen Mitbewohnern…. Hoffen wir mal das Wetter passt! Davon gibt’s dann aber sicherlich nächste Woche lustige Fotos!

Fotos Galerie Ninty Mile Beach
Fotos Galerie Cape Reinga
Fotos Galerie Kauri Forest

Schönes Wochenende und bis bald

Mel

2 Reaktionen zu “Ninty Mile Beach und ganz weit Norden….”

  1. Pam

    Menschenskind, deine Einträge sind wie ein Deja Vue für mich, ganz komisch! Aber ich finds toll, dass ihr in eurer Freizeit komplett Neuseeland abklappert und wünsch euch noch gaaaanz gaaaanz gaaaanz viele tolle Erlebnisse, Strände, Menschen etc. gagag :)

    Grüss mir das Land, tank ordentlich Sonne und bis bald!
    Pam

  2. Pam

    Achso ach Anhang…

    WIr sind zwar nicht geflogen, dafür am gleichen Strand mit dem Auto stecken geblieben…Was da wohl jetzt professioneller is… :) ))

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