Hiking im Tongariro Nationalpark

Am Samstag ging es zum Tongariro Nationalpark. Der Nationalpark liegt Südlich vom Lake Toupo, sprich gut 4 1/2 Stunden zu fahren.


Angekommen wurden wir mit herrlichen Bildern belohnt.


Leider war das Wetter nicht ganz so gut, die Wettervorhersage am Info-Point des Nationalparks sagte was von Sprühregen, 15 Grad und 75km/h Wind. Über 2.000Meter auch Schnee.

Da wir weder für hochalpine Wanderrungen noch stürmische Bedingungen ausgerüstet waren, entschieden wir uns für die „kleine“ 7km und 3 1/2 Stunden Tour durch den Park. Bei dieser Tour kommt man an 2 kleinen und einem 60Meter Wasserfall vorbei. Da sich Wasserfälle ja mehr und mehr als eine Leidenschaft von uns herausstellen gingen wir frohen Mutes los.

Etwas verwundert waren wir über die Leute die uns entgegen kamen. Diese konnte man grob in zwei Gruppen aufteilen. Strand- und Hochalpin-Touristen. Auffällig auch das die besser ausgestatteten und wohl optisch auch besser trainierten deutlich geschaffter aussahen. Die Lösung dieses Rätsels konnten wir aber schnell finden. Der Weg auf dem wir uns befanden sollte sich nach kurzer Zeit gabeln. Einer der Wege führte dann weiter auf den Berg rauf. Geschätzte 3-5 Stunden sagte das Schild, kommt ganz drauf an wie das Wetter ist!


Wir entschieden uns auf Grund des nicht grade sehr freundlich ausschauenden Wetters gegen eine Gipfelerstürmung und wählten unseren Wasserfall Rundweg. Die große Runde wollen wir aber auch noch machen wenn das Wetter etwas konstanter ist.

So liefen wir durch Wald und durch Steppe und fanden die ersten beiden kleineren Wasserfälle. Als wir auf einer Hochebenen angekommen sind, musste ich doch unbedingt den ausgewiesenen Weg verlassen um auf einen Graßvorsprung zu klettern. Man konnte nämlich vom weg aus nicht über das ganze Tal schauen, und diesen Anblick wollte ich mir doch nicht entgehen lassen. Tja, leider war der Boden doch nicht so stabil wie ich dachte. Das Ergebnis könnt ihr nun hier betrachten.


Aber davon haben wir uns natürlich nicht aufhalten lassen. Also weiter zum großem Wasserfall. Na geschätzten 30 Minuten standen wir dann am Fuße des höchsten Wasserfalls im Nationalpark. Die Fotos täuschen etwas, dass Ding ist wirklich sau hoch. Lasst euch nicht täuschen von den Kieselsteinen die da im Wasser liegen. Die haben die Größe einer Ausgewachsenen Kuh.


Über eine Treppe konnte man etwas abseits am Berg hochgehen um so den Wasserfall auch von oben Fotografieren zu können. Und hier zeigten sich wieder die Unterschiede zwischen Deutschland und Neu Seeland. Das 60 Meter hoch sind steht da nicht auf Schildern. Das wenn man zu nah an die Kante geht, runterfallen kann auch nicht. Auch kein Zaun oder Absperrung. Einfach gar nix. Hier ist es jedem selber überlassen wie weit er an die Kante geht um Fotos zu machen.

Der Rückweg führte über ein Talausläufer und nicht wie der Hinweg durch Wald. Das war zwar deutlich entspannter zu laufen weil man nicht so viel klettern muss, dennoch blies da oben der Wind uns doch gar heftig um die Ohren. Der Schnee auf dem Berg in unserem Rücken kann dies wohl bestätigen.


Glücklich und zufrieden am Auto wieder angekommen, schnell ins Auto rein und Heizung an und die kalten Knochen aufwärmen.

Auf dem Rückweg zum Backpacker musste ich dann noch einmal von der Straße rechts in den Wald abbiegen. Ich hatte auf dem Hinweg zwei Schilder gesehen. Red und Blue Pool. Die waren aber weder auf der Karten eingezeichnet, noch im Reiseführer erwähnt.

Also hinein in den Wald, gut das wir einen Geländewagen haben. Dennoch war die Reise schon nach kurzer Zeit zu Ende. Sackgasse ohne irgend was von einem Red oder Blue Pool gesehen zu haben, schade. Aber Spaß hat es gemacht.

Kurz vor dem Backpacker passierten wir ein Schild: „Achtung Wildpferde!“

So so dachte ich mir, und wir fuhren weiter. Und tatsächlich. Auf einmal rannten zwei Pferde auf die Straße. Stellten fest das sie auf der anderen Straßenseite nicht durch das Gebüsch kommen und waren nun doch auf Grund der Umstände und den Autos verwirrt.


Also erst mal stehen bleiben und hoffen das sie ihren Weg zurück finden, ohne uns zu rammen.

Sehr aufregend…

Im Backpacker dann schnell noch was zu essen gemacht, festgestellt das es mehr und mehr Deutsche hier unten werden und dann in die Haia gegangen.

Das Bett war leider nur nen Meter achtzig lang und so dachte ich, es wäre eine schlaue Idee einfach eine zweite Matratze auf die schon vorhandene zu legen so das meine Füße wenigsten über den Anschlag hinaus hängen könnten.


Im Nachhinein war das keine gute Idee…

Am nächsten Morgen spührte ich doch meinen Rücken, aber was soll? ;-)

Alle Fotos gibt es wie immer in der Fotos Galerie zu sehen.

3 Reaktionen zu “Hiking im Tongariro Nationalpark”

  1. Viv

    Also die Betten in dem Backpacker sehen genauso aus wie die hier in Dublin. Und sie sind bestimmt genauso unbequem - eben mal fuer ne Nacht, aber mehr auch nicht.

  2. Mel

    Hey Schlumpfine,

    naja die Betten gingen ja noch, aber diese Decken in dem Backpacker….
    Ich wuerde sie mal mit deutschen Umzugsdecken vergleichen.

    aber das war bisher das einzige mal, sonst hatten wir immer schicke Doppelzimmer! :-)

  3. Pam

    ..und im Winter kannste da wunderbar Ski fahren :) Aber ich schätze, Sommer gefällt euch besser, waaaa. Mensch, da ünsch ich mich doch gleich wieder aus der Uni raus, buhahahahaaaa…

Einen Kommentar schreiben